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Berichte auf www.kirche-jegenstorf.ch

Wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf.

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Am Samstag, dem 11. Februar besuchten 21 Mitarbeiter unserer Kirchgemeinde auf St.Chrischona (Basel) den «Willow Creek»-Kongress über ehrenamtliche Mitarbeiter. Lesen Sie hier einen Bericht darüber

Von SILVIO KRAUSS – idea-schweiz 7/2006

Wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf.

„Mitarbeiterförderung funktioniert wie das Wachstum einer Pflanze“, sagt Georges Morand. Am Samstag erklärte er deshalb, wie Kirchen ein gutes Klima dafür schaffen können. «Für mich geht ein Traum in Erfüllung.» Endlich mal einen ganzen Tag, einen ganzen Kongress über ehrenamtliche Mitarbeiter in der christlichen Gemeinde, das habe er sich schon immer gewünscht. Georges Morand sorgt seit zehn Jahren in der Reformierten Gemeinde Gossau für die Förderung der mehreren hundert ehrenamtlichen Mitarbeiter. Zudem ist er Präsident von «Willow Creek Schweiz». Im vollbesetzten Konferenzsaal auf St. Chrischona brachte er beides zusammen und sprach über seine Erfahrungen mit der «Mitarbeiter-Revolution, so das Thema des Kongresses.

Wie eine Amaryllis
Morand erzählte vorn Wachstum einer kürzlich gekauften Amaryllis. Der Auslöser für den Prozess sei das gute Klima in seiner Stube gewesen. ‘Welches Klima ermöglicht Mitarbeiterwachstum - sowohl zahlenmässig als auch für jeden Ehrenamtlichen persönlich?
«Liebe, Anerkennung, Vergebung», beginnt Morand aufzuzählen. Ich weiss, ihr habt schon soviel davon gehört.» Doch er ist noch nicht fertig. Interesse am Ergehen des anderen. „Interesse, nicht taktisches Nachfragen mit bestimmten Absichten!“ Und dann Morands Hauptpunkt: Ein Klima. wo jeder den anderen «zum Champion» mache, also nach dem biblischen Prinzip den anderen höher zu achten als sich selbst. Und da wird Morand kritisch.

«Der meint sich»
Gerade das ist ein grosses Problem in christlichen Gemeinden. «Des anderen Leid mitragen, ja das können und tun wir.« Aber wie regierten die Christen, wenn der andere Erfolg habe? «Das hätte ich mindestens so gut gekonnt. Nicht zuviel Applaus, sonst steigt es ihm noch zu Kop». Morand klagt die christliche Missgunst an. «Da spielt mal einer ein Gitarrensolo, und schon heisst es: „Der meint sich“. Wir haben Angst davor, den anderen gross zu machen! Warum nur?« Gott habe nämlich kein Problem damit, schliesslich heisse es demütigt euch selbst», nicht den anderen.

Kein Hamsterrad
In der Folge gab der Zürcher Oberländer eine Reihe von Tipps, wie Verantwortliche eine
Entwicktung hin zum positiven Klima in Gang bringen und behalten könnten. Er redete über
den Lernlooping». «Fast ein Hamsterrad, aber eben nur fast!» Anstatt sich immer um die selbe Sache, das selbe Problem zu drehen, sähe man beim Befahren eines Loopings ständig neue Perspektiven und finde so zur Öffnung aus der Umdrehung, zur Lösung. «Meidet Hamsterräder Typen und Verhalten, die nicht vom Fleck kommen und euch alles schlecht reden wollen.» Dann hält Morand eine dicke Mappe in die Luft. Seit acht Jahren sammelt er positive, aufbauende Post. «Mein Plus-Archiv, Nicht, um mein Ego zu manifestieren, sondern um mich in Krisen daran zu erinnern, wozu ich lebe.» Er wolle das Gute behalten. «Plus-Kerbholz» nennt Morand das.

Ein grosses Blumenmeer
Nicht zu unterschätzen sei auch das Gebet. «Ehrenamtliche müssen wissen, wohin sie mit Ohnmacht gehen können: zum Allmächtigen.» Das mache auch klar, dass sie nicht selbst versuchen müssten, allmächtig zu sein. Kurz redet der erfahrene Coach über Programme, die erprobt seien und in seiner Gemeinde eine neue Kultur erschaffen hätten. Jährliche Mitarbeitergespräche und Gabenfindung mittels eines Kurses. Dann kehrt er als Abschluss zum Gleichnis mit der Amaryllis und den missgünstigen Christen zurück. Wohl aus seiner eigenen Erfahrung als Förderer und Begleiter kam die Überzeugung für seinen Schlusssatz: „Wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf. Und wenn dann noch verschiedene Blumenarten dazukommen, entsteht ein Blumenmeer. Ein grosses Ganzes.“

Viele Landeskirchler
Hauptreferent des Kongresses war <bBill Hybels, Gründer und Leiter der „Willow Creek Community Church“ in Chicago. Neben Georges Morands Referat wurde ausserdem eine DVD-Einspielung mit Gene Appel, Hybels Co-Pastor, gezeigt. Die 1535 Teilnehmenden kamen aus dutzenden Denominationen, mit 309 Personen am häufigsten aus der reformierten Landeskirche. Die knappe Mehrheit waren Frauen. 470 Besucher reisten aus Süddeutschland an.

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publiziert am 18.02.2006



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