Karin Rey

Spannende Kirchen-Geschichte(n)

Führung-3 (Foto: Alfred Aeppli)

Führung-3 (Foto: Alfred Aeppli)

Das Jubiläum "500 Jahre Kirche Jegenstorf" war der Anlass für einen Blick zurück auf die Geschichte der Kirchgemeinde und der Dorfkirche. Ihr Grundstein wurde am 27. Februar 1514 gelegt. Bei der Jubiläums-Eröffnung am 2. März 2014 wurde gefeiert "wie damals". Die Leute der umliegenden Dörfer kamen zu Fuss oder mit Ross und Wagen in historischer Kleidung zum ökumenischen Gottesdienst. Anschliessend gab es draussen Gerstensuppe vom offenen Feuer und köstlichen Honigwein. Ende März folgte ein vielseitiger historischer Rückblick mit einer Ausstellung, Führungen in der Kirche und Vorträgen über das Jegenstorfer-Leben vor 500 Jahren.
Alfred Aeppli,
Historischer Rückblick
Unter der Leitung des pensionierten Staatsarchivars Peter Martig wurde die Geschichte der Kirche Jegenstorf auf vielseitige Weise dargestellt. Zusammen mit dem Grafiker Hans Schaffner hat er eine historische Ausstellung gestaltet, welche Ende März und Ende April zweimal vier Tage im Kirchgemeindehaus zu besichtigen war. Auch die Führungen in der Kirche und die ergänzenden Referate des Historikers Christian Hesse sowie des Kantons-Archäologen Daniel Gutscher wurden rege besucht. Das Konzert der Lehrkräfte der Musikschule sowie der „Church-Blues“ mit Erica Zimmermann an der Orgel fanden buchstäblich guten Anklang. Am folgenden Tag gab der Orgelbauer und Organist Jean-Marc Pittet einen faszinierenden Einblick in das innere der Orgel mit ihren rund 1800 Pfeifen. Auch die Osternachtfeier nach katholischer Tradition war ein besonderes Erlebnis.

Die hier folgende Fotogalerie vermittelt auf den Bildern Führung... einen Eindruck von den vielen interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, welche den Ausführungen der Historikerin Barbara Braun und des kantonalen Denkmalpflegers Michael Gerber gefolgt sind. Auch einige Fotos der Ausstellung im Kirchgemeindehaus sind eingefügt. Die erläuternden Tafeln zur Geschichte der Kirche Jegenstorf können direkt heruntergeladen werden.

Glasgemälde
Besondere Beachtung fanden bei den Führungen der » neu gestaltete Chorraum und die historisch äusserst wertvollen Glasfenster, die meisten aus dem Jahr 1515 stammend. Hier die Legende zu den Bildern der unten angefügten Fotos (Foto-Tafel 2):
- Fenster-01 = mittleres Chorfenster, gestiftet vom Rat von Bern
- Fenster-02 = Maria als Himmelskönigin, links der hl. Vinzenz (Schutzpatron von Bern), rechts der hl. Achatius
- Fenster-03 = Wappen des Deutschen Reiches, flankiert von Engelsgestalten mit Bernerwappen
- Fenster-04 = links Ankündigung der Geburt Christi, rechts Maria im Strahlenkranz
- Fenster-05 = Kaiser Heinrich, der Erbauer des Basler Münsters und ein Basler Bannerträger
- Fenster-06 = Basiliskenpaar mit den Stadtschildern von Basel
- Fenster-07 = die Stadtheiligen St. Ursus von Solothurn links und St. Nikolaus von Freiburg
- Fenster-08 = Standeswappen von Solothurn und Freiburg
- Fenster-09 = Doppelfenster gestiftet von Hans von Erlach und Magdalena von Mülinen
- Fenster-10 = Johannes der Täufer links, Apostel Jakobus rechts
- Fenster-11= Wappenscheiben von Erlach und Magdalena von Mülinen
- Fenster-12 = Stiftung der Familie König 1929, Kopie von alten Bildern der Madonna im Stahlenkranz und des Heiligen Vinzenz
Bereitgestellt: 16.10.2014      
aktualisiert mit kirchenweb.ch