Susanne Aeschbacher

Mut zum Loslassen

HWZS7696<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kgju.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>74</div><div class='bid' style='display:none;'>7800</div><div class='usr' style='display:none;'>63</div>

Loslassen - das ist vielfach angesagt. Der Untertitel «Vergeben ist nicht vergessen» des heutigen Vortrags von Sabine Herold, Pfarrerin, Autorin und Referentin macht klar, dass es hier um das grosse menschliche Thema von SCHULD UND VERGEBUNG geht.
Wir werden im Leben manchmal ungerecht behandelt, missverstanden, verletzt, gekränkt, beleidigt, benachteiligt, sei es in der Familie, am Arbeitsplatz und im Bekanntenkreis. Je näher uns jemand steht, desto mehr schmerzt das Unrecht, das uns angetan wurde. Vergeben ist dann leichter gesagt, als umgesetzt. Dass es für ein gelingendes Leben aber sehr wichtig ist, zeigt Frau Herold anschaulich auf.
Wenn ich mich als Opfer fühle, die Schuld, die mir zugefügt wurde, nachtrage, heisst das: ich trage einen schweren Rucksack, der mich zu Boden drückt. Ich schade mir selber und Wunden können nicht heilen. Ich werde verbittert, misstrauisch, unglücklich und Lebensenergie geht verloren.

Albert Schweizer drückte das so aus:
«In jeder Minute in Unfriede oder Ärger verpasst man 60 Sekunden glückliches Leben»

Ungerechtigkeit zu vergeben wird möglich, wenn wir auf Gott schauen. Statt «Wie du mir, so ich dir» kann es dann heissen: «Wie Gott mir, so ich dir!»

Sind wir nicht durch Gottes Liebe und Barmherzigkeit unendlich beschenkt und immer wieder begnadigt?
Frau Herold schaut mit uns das Gleichnis an, das Jesus erzählt hat, nachdem ihm die Frage gestellt wurde, wie oft wir denn vergeben müssten. In Matthäus 18, 21-35 lesen wir über Barmherzigkeit und Hartherzigkeit im Umgang mit Schuld und Vergebung.
Nur wenn wir uns durch Jesu Geist im Innersten berühren und verwandeln lassen, können wir zu der Herzenshaltung kommen, die wir im Unser Vater beten:

«Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern»


Bücher von Sabine Herold:

Vom Sandkorn zur Perle
Die Schatztruhe unseres Lebens
Leicht wie ein Schmetterling
Diamanten am Weg

Bericht von Lisalotte Dworzak

Bereitgestellt: 25.05.2019     Besuche: 67 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch