David Zurbuchen

Rückblick auf das Konflager

363A5739 (Foto: David Zurbuchen)

Ein Unfall und trotzdem gute Laune - das Lager der Konfklasse in Stäfa ZH
David Zurbuchen,
Wenn jemand auf Reisen geht, wünscht man sich manchmal «Hals- und Beinbruch». Woher diese Redewendung auch immer kommt, wenn dies dann eintrifft, wird rasch klar, dass dies eigentlich kein sinnvoller Wunsch ist. Das Konfirmandenlager vom 18. bis 21. September im Jugendhaus in Stäfa am Zürichsee hat aber in der ersten Viertelstunde genau damit begonnen. Ein paar Jungs machten ihre ersten Sprünge auf dem Trampolin im Freigelände. Und schon war es passiert: Bogdan, der Teilnehmer der ukrainischen Familie zog sich einen doppelten Beinbruch zu. Die Ambulanz wurde gerufen und brachte ihn ins Kinderspital nach Zürich.

Für alle anderen startete das Programm wie geplant. Das Wetter machte mit, sodass man sich nach Herzenslust vergnügen konnte. Die Küchencrew unter Leitung von Annelis Alder sorgte kulinarisch für gute Laune und zufriedene Gesichter. Obwohl: am Montag mussten sich die Teilnehmenden das Mittagessen selber besorgen. Den Gedankenanstoss, wie es sein kann, wenn man mit wenig auskommen muss, gab der Besuch bei der Stiftung Pfarrer Sieber. Diese Aufgabe wurde meist gut gelöst. Als Trostpflaster konnte man sich ja auf einen guten Znacht aus der Lagerküche freuen.

Eine Nachtübung stellte neue Herausforderungen; die Teilnehmenden traten in Gruppen gegeneinander an im Kampf um den höchsten Streichholz-Turm! Natürlich gelangten sie an diese nicht ganz ohne Widerstand – gegen gut ausgerüstete und etwas wild gewordene Leiter mussten die Gruppen sich zum «Maisfeld» durchkämpfen, um sich dort mit Mais - dem Zahlungsmittel für die Streichhölzer - einzudecken.
Dass man dann nach Mitternacht erst das Bett geniessen konnte, hatte zur Folge, dass das Aufstehen am kommenden Morgen sich etwas mühsamer herausstellte, als auch schon.

Den Abschluss bildete ein von den Teilnehmenden kreierter Apéro und eine gemütlich Runde am Lagerfeuer. Nicht fehlen durfte ein besinnlicher Teil, der zum Nachdenken anregte. Sei es, wie ich respektvoll mit anderen umgehe, wie ich Sinn und Zielsetzung meiner Lebensgestaltung sehe. Jedenfalls kehrten alle mit neuen Eindrücken und Erfahrungen nach Hause zurück.

-Robert Alder
Bereitgestellt: 04.11.2022     Besuche: 182 Monat 
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