Begeistert älter werden
Der Referent, Alex Kurz, Pfarrer in Rohrbach, ist in Jegenstorf kein Unbekannter, das merkt man schnell am vollen Kirchgemeindesaal.
Er ist in Urtenen aufgewachsen und hat die Jugendarbeit in unserer Gemeinde über Jahre geprägt. Bekannt wurde er als Autor mehrerer Bücher, Theaterstücke und Weihnachtsgeschichten, so wie als Musiker mit eigener Band.
Er setzt sich gleich zu Beginn an den Flügel und gewinnt alle Aufmerksamkeit mit einem eigenem Lied.
Alex Kurz leitet seinen Vortrag ein mit dem Hinweis auf unterschiedliche Menschenbilder, einerseits das griechische, das die Seele als unsterblichen Gottesfunken sieht und immer noch in vielen Köpfen herumgeistert.
Der Begriff Nefesh des hebräischen, biblischen Denkens dagegen umfasst den ganzen Menschen in seiner Bedürftigkeit, Begierde und Leidenschaft, immer hungrig und voller Sehnsucht, gestillt zu werden. Im Psalm 131 zum Beispiel wird deutlich, wie die Menschenseele nur bei Gott Ruhe findet wie ein Kind an der Brust der Mutter.
Was das nun heissen kann im Blick auf unser Älter werden, auf ein begeistert Alt werden, zeigt der Referent anhand von sieben Leitsätzen auf, die eine weit verbreitete Sichtweise sehr lebensnah und hilfreich ein bisschen korrigieren.
Er fängt mit der 7. These an, die mich sehr angesprochen hat.
7) Auf das Wörtchen noch verzichten
Wie oft hören wir es: «Machst du das und das noch selber? Fährst du noch Auto?
Ich kann doch noch ...»
Pfarrer Kurz nennt das eine rückwärts gerichtete Sicht und empfiehlt, besser darauf zu achten, vorwärts zu denken, begeistert zu entdecken, was neu, anders und spannend sein kann.
6) Leben als Geschichte erzählen
5) Vergangenheit mit Gegenwart runden
4) Mit sich selber in guter Gesellschaft sein
3) Ewigkeit ins Leben lassen
2) Das himmlische Bankkonto füllen
1) Die wahren Aufgaben sehen lernen
Auch in diesen nächsten Punkten wird uns aufgezeigt, wie alte Denkmuster durch bessere ersetzt werden können, die das Ziel haben, zu einem erfüllten, reifen und versöhnten Alter voll Weisheit und Tiefgang zu finden.
Jesus spricht in der Bergpredigt davon, sich nicht Sorgen zu machen um die Zukunft, sondern sich Schätze im Himmel zu sammeln und vor allem nach Gottes Reich zu trachten.
Bericht von Lisalotte Dworzak
Nächster Frauenmorgen:
Mittwoch, 26. November 2025, 9-11 Uhr mit Dr. Peter Märki